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Willkürliche Verhaftungen und Bestrafungen von Rechtsanwälten und Frauenrechtlerinnen
Das Internationale Bündnis für Menschenrechte (International Federation for Human Rights FIDH), dem 164 Menschenrechtorganisationen in fünf Kontinenten angehören, und die Weltorganisation gegen Folter (OMCT) haben am 16. September in einer Erklärung die anhaltenden Repressalien gegen Menschenrechtsverteidiger, insbesondere gegen Rechtsanwälte und Frauenrechtlerinnen, im Iran verurteilt.
Die Menschenrechtsorganisationen weisen in der Erklärung u. a. darauf hin, dass die prominente Rechtsanwältin Nasrin Sotoudeh (Bild), die insbesondere politische Gefangene verteidigt und sich für den Stopp der Hinrichtungen von Minderjährigen eingesetzt hat, seit über einem Jahr willkürlich im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten wird. Die Juristin wurde allein wegen ihrer anwaltlichen und menschenrechtlichen Tätigkeit zu 11 Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot verurteilt. Die Strafe wurde von einem Berufungsgericht kürzlich auf sechs Jahre Haft und 10 Jahre Berufsverbot reduziert.
In der Erklärung werden die willkürlichen Inhaftierungen und Bestrafungen von Menschenrechtsaktivisten im Iran als Instrumente des Regimes bezeichnet, legitime Menschenrechtsarbeit zu sanktionieren. Die Menschenrechtsorganisation fordern den Iran auf, alle im Iran inhaftieren Menschenrechtler umgehend freizulassen und die von ihm selbst unterzeichneten Menschenrechtsverpflichtungen einzuhalten.