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Internationales-500
10. Dezember 2019

Menschenrechtskommissarin der UNO wirft dem Teheraner Regime gezielte Tötung von Demonstranten vor

Verheerende Bilanz am Internationalen Tag der Menschenrechte: Mit der blutigen Niederschlagung der Bürgerproteste im November hat die Teheraner Diktatur die Menschenrechte erneut mit Füßen getreten und ihre ganze Menschenverachtung demonstriert.

Anlässlich des alljährlich am 10. Dezember begangenen Internationalen Tages der Menschenrechte appellieren wir an die internationale Staaten-Gemeinschaft, wirksame Maßnahmen zu ergreifen, damit die Regime-Gewalt gegen friedliche Demonstranten im Iran ein Ende hat. Der UN-Sicherheitsrat muss die brutale Niederschlagung der Bürgerproteste verurteilen und das Teheraner Regime dafür zur Rechenschaft ziehen. Alle Gefangenen, die allein wegen ihrer Teilnahme an Bürgerproteten festgehalten werden, müssen unverzüglich freigelassen werden.

Seit Mitte November übt das Teheraner Regime im ganzen Iran brutalste Repression aus, um weitere Bürgerproteste zu verhindern. Menschenrechtsgruppen berichten von mehr als 1000 getöteten Demonstranten, darunter zahlreiche Frauen und Kinder. Die Anzahl der Verletzten wird auf mehrere Tausend geschätzt. Im ganzen Iran dauern Massenverhaftungen an.

Die Repression erfolgt auf ausdrückliche Anordnung der gesamten Regime-Führung. Mit der blutigen Niederschlagung der Bürgerproteste hat die Teheraner Diktatur die Menschenrechte erneut mit Füßen getreten und ihre ganze Menschenverachtung demonstriert.

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Die Leiterin des Menschenrechtskommissariats der UNO, Michelle Bachelet (Bild), hat den Regime-Truppen im Iran die gezielte Tötung von Demonstranten vorgeworfen. Glaubhafte Videoaufnahmen der Proteste im November würden zeigen, wie Regime-Gardisten wehrlose Demonstranten in den Rücken schossen oder direkt auf Gesicht und lebenswichtige Organe zielten. „Sie haben geschossen, um zu töten“, erklärte Michelle Bachelet am 6. Dezember in Genf.

Die UN-Menschenrechtskommissarin wies u.a. auf das Massaker in der südwestiranischen Stadt Mahshahr hin, wo Regime-Truppen am 18. November mit Maschinengewehren auf Demonstranten schossen und dabei mindestens 23 Menschen töteten, darunter auch Passanten und Demonstranten, die in einem Sumpfgebiet in der Nähe Schutz gesucht hatten.

Bei den Bürgerprotesten im Iran seien mindestens 208 Menschen getötet worden, darunter zwölf Minderjährige, erklärte Michelle Bachelet. Seit Beginn der Proteste Mitte November seien in 28 iranischen Provinzen mindestens 7000 Menschen festgenommen worden. Es gebe Berichte über Misshandlungen, um falsche Geständnisse zu erzwingen. Vielen Gefangenen drohe die Todesstrafe. Die Bedingungen, unter denen die Menschen inhaftiert werden, und ihre Misshandlung seien sehr besorgniserregend.

Die Menschenrechtskommissarin sprach von „zahlreichen schweren Menschenrechtsverletzungen“ und verlangte vom Regime eine völlige Transparenz über die Zahl der Opfer und Inhaftierten. Sie forderte eine unabhängige Untersuchung der Gewalt gegen Demonstranten. Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen und alle willkürlich Festgenommenen freigelassen werden.

mehr Informationen

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Bilder von Demonstranten, die seit dem 15. November im Iran von Regime-Truppen getötet wurden.

mehr Informationen zur Unterdrückung der Bürgerproteste im Iran



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