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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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10. Juli 2019

Human Rights Watch: Bürgerrechtlerinnen im Iran freilassen!

In Teheran werden vier Bürgerrechtlerinnen allein wegen ihres friedlichen Einsatzes für soziale Gerechtigkeit gefangen gehalten. Human Rights Watch berichtet über wochenlange Verhöre, Isolationshaft und unmenschliche Haftbedingungen.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch fordert die sofortige Freilassung von vier iranischen Bürgerrechtlerinnen, die allein wegen ihrer Teilnahme an friedlichen Bürgerprotesten für soziale Gerechtigkeit in Haft sind.

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Neda Naji, Marzie Amiri, Atefeh Rangriz and Anisha Assadolahi (im Bild v.l.n.r.), die sich auch für gewerkschaftliche Rechte engagieren, wurden am 1. Mai 2019 in Teheran während einer friedlichen Kundgebung anlässlich des Internationalen Tages der Arbeit festgenommen. Sie werden unter dem Vorwand der Gefährdung der nationalen Sicherheit zu Unrecht gefangen gehalten.

Marzie Amiri, die auch als Journalistin tätig ist, Neda Naji und Atefeh Rangriz wurden nach ihrer Verhaftung im Trakt 209 des Teheraner Evin-Gefängnisses, der dem Geheimdienst untersteht, festgehalten und sieben Wochen lang verhört. Amiri wurde dann in den Frauentrakt des Evin-Gefängnisses verlegt, während Rangriz und Naji in das Gharchak-Frauengefängnis im Teheraner Vorort Shahr-e-Rey gebracht wurden.  Dieses Gefängnis ist für besonders unmenschliche Haftbedingungen berüchtigt. Die hygienischen Bedingungen in dem Gefängnis sind menschenunwürdig, und die medizinische Versorgung der Gefangenen wird vorsätzlich vernachlässigt.

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Die friedlichen Kundgebungen am 1. Mai wurden in Teheran von Regime-Gardisten gewaltsam aufgelöst. Viele Mitwirkende wurden verhaftet.

Anisha Assadollahi, die kurz nach ihrer Verhaftung am 1. Mai gegen Zahlung einer Kaution freigelassen worden war, wurde am 18. Juni vor ihrer Arbeitsstelle von 12 Regime-Gardisten erneut festgenommen. Sie ist zurzeit im Evin-Gefängnis in Isolationshaft. Besuche von Familienangehörigen werden nicht erlaubt.

Unabhängige Gewerkschaften sind im Iran nicht zugelassen, ihre Mitglieder werden verfolgt und inhaftiert. Im Laufe des vergangenen Jahres wurden zahlreiche Gewerkschaftsaktivisten im Iran festgenommen und angeklagt. Ihnen drohen allein wegen ihres friedlichen Einsatzes für soziale Gerechtigkeit lange Haftstrafen.

Am 1. Mai 2019 wurden in Teheran mehr als 35 Kundgebungsteilnehmer festgenommen. Menschenrechtler fordern die sofortige Freilassung aller Personen, die im Iran in Haft sind, weil sie sich gewerkschaftlich engagieren und friedlich von ihrem Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit Gebrauch machen.

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