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Die Zahl der öffentlichen Hinrichtungen vervierfachte sich. Unter den Opfern waren auch Minderjährige.
Mit dem Amnesty Report 2012, der Ende Mai veröffentlicht wurde, beleuchtet die Menschenrechtsorganisation Amnesty International die Menschenrechtslage des vergangenen Jahres in 155 Ländern. Über die Menschenrechtslage im Iran heißt es dort u. a.:
„Die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit waren weiterhin stark eingeschränkt. Regierungskritiker, Frauenrechtlerinnen und Personen, die sich für die Rechte von Minderheiten einsetzten, sowie andere Menschenrechtsverteidiger durften nicht ins Ausland reisen, wurden willkürlich festgenommen, ohne Kontakt zur Außenwelt in Gewahrsam gehalten und nach unfairen Gerichtsverfahren inhaftiert. Folter und andere Misshandlungen an Gefangenen waren an der Tagesordnung und blieben straflos. Frauen sowie Angehörige religiöser und ethnischer Minderheiten wurden weiterhin durch die Gesetzgebung und im Alltag diskriminiert. Mindestens 360 Personen wurden hingerichtet, die tatsächliche Zahl dürfte jedoch sehr viel höher liegen. Mindestens drei der Hingerichteten waren zur Tatzeit noch minderjährig. Es wurden gerichtlich angeordnete Prügel- und Amputationsstrafen vollstreckt.“
„Gegen Hunderte von Personen wurden Todesurteile verhängt. Mindestens 360 Menschen wurden offiziellen Angaben zufolge im Berichtsjahr hingerichtet. Vertrauenswürdige Quellen sprachen allerdings von mehr als 274 weiteren Hinrichtungen. Viele Gefangene wurden im Geheimen hingerichtet.“
„Die Zahl der öffentlichen Hinrichtungen vervierfachte sich. Offiziellen Angaben zufolge wurden 2011 mindestens 50 Menschen öffentlich hingerichtet, inoffizielle Quellen berichteten von sechs weiteren Fällen. Unter den Hingerichteten befanden sich mindestens drei jugendliche Straftäter, die für Vergehen verurteilt worden waren, die sie im Alter von unter 18 Jahren begangen haben sollen. Glaubwürdige Quellen sprachen von vier weiteren hingerichteten Jugendlichen.“
zum Amnesty Report über den Iran
Amnesty zur Gewalt gegen iranische Oppositionelle in Ashraf im Irak