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Ronak Safarzadeh (23), Studentin im Fach Grafik-Design und Aktivistin der iranischen Frauenbewegung, ist seit Oktober 2007 in Haft. Sie wurde Anfang April 2009 zu sechs Jahren Haft verurteilt.
Die Studentin, die der kurdischen Frauenorganisation „Azar Mehr“ angehört, wurde am 9. Oktober 2007 von Geheimdienstmitarbeitern festgenommen, nachdem sie Unterschriften für die „Kampagne für Gleichberechtigung“ gesammelt hatte. Seither befindet sie sich in einem Gefängnis der Stadt Sanandaj in der nordwestiranischen Provinz Kurdistan und wurde nach Angaben dortiger Menschenrechtler gefoltert.
Der Prozess gegen Ronak Safarzadeh begann Mitte März 2008. Sie wurde zunächst beschuldigt, wegen angeblicher „Aktivitäten gegen die nationale Sicherheit“ und Kontakten zu aufständischen kurdischen Gruppen „mohareb“ (in Feindschaft mit Gott) zu sein. Somit drohte ihr die Todesstrafe. Die Beschuldigungen werden von Ronak Safarzadeh ausdrücklich bestritten. Ähnliche Vorwürfe werden auch anderen inhaftierten Aktivistinnen der „Kampagne für Gleichberechtigung im Iran“ gemacht, um ihre Verfolgung verschärfen zu können.
Anfang April 2009 wurde die Studentin wegen „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ und „Verbreitung von Propaganda gegen das Regime“ zu sechs Jahren Haft verurteilt, die sie im Gefängnis von Sanandaj verbüßt. Ihre Berufung gegen das Urteil wurde abgewiesen.