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Der Student und Menschenrechtler Zia Nabavi wird seit Juni 2009 im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten. Er wurde im Mai 2010 zu zehn Jahren Haft verurteilt.
Zia Nabavi, Student der Universität der nordiranischen Stadt Babolsar, wurde am 15. Juni 2009 im Zusammenhang mit den Massenprotesten gegen das Regime festgenommen. Seither befindet er sich im Evin-Gefängnis in Teheran. Er berichtete, er sei während der Verhöre geschlagen, getreten, beschimpft und gedemütigt wurde.
Im Januar 2010 wurde Zia Nabavi zunächst zu 15 Jahren Haft und 74 Peitschenhieben verurteilt. Ein Grund für diese schwere Strafe sind seine verwandtschaftlichen Beziehungen zu Mitgliedern der iranischen Oppositionsbewegung Volksmudschahedin (PMOI), die im Lager Ashraf im Irak leben. Aus demselben Grund wurden auch sieben weitere Angehörige der Familie Nabavi in Haft genommen, darunter Zias Kusine Atefeh Nabavi, die im November 2009 zu vier Jahren Gefängnisstrafe verurteilt wurde.
Zia Nabavi werden außerdem „Konspiration gegen die nationale Sicherheit, Propaganda gegen das Regime und Störung der öffentlichen Ordnung" vorgeworfen. Die Strafe wurde im Mai 2010 auf 10 Jahre Haft reduziert.
Zia Nabavi war Sprecher des „Rates für den Schutz des Rechts auf Bildung". Diese Menschenrechtsgruppe setzt sich für Studenten ein, die aufgrund ihrer regimekritischen Haltung vom Studium ausgeschlossen werden. Er war schon früher wegen seiner Arbeit in der Studentenbewegung in Haft, seither wurde ihm die Fortsetzung seines Studiums verwehrt.