29. April 2012
Internationale Kampagne: Ein Jahr Mahnwachen in Genf
Kampagne für den Schutz der iranischen Oppositionellen in Ashraf und Camp Liberty durch die UNO
Seit April 2011 finden in Genf vor dem europäischen Hauptquartier der Vereinten Nationen täglich Mahnwachen für den Schutz der iranischen Oppositionellen statt, denen in Ashraf und Camp Liberty im Irak militärische Gewalt und schwere Menschenrechtsverletzungen drohen. An den Mahnwachen beteiligen sich Familienangehörige der im Irak lebenden iranischen Asylsuchenden, Menschenrechtsaktivisten und Exiliranerinnen und -Iraner aus verschiedenen Ländern.

Sie setzen sich dafür ein, dass:
- die UNO, die USA und die EU wirksame Maßnahmen ergreifen, die den Schutz, die Sicherheit und die Wahrung der Menschenrechte der Bewohner von Ashraf und Camp Liberty sicherstellen und jegliche Zwangsvertreibung verhindern, bis die Exiliraner durch die Aufnahme in Drittstaaten dauerhaft Sicherheit gefunden haben,
- der UNHCR dafür sorgt, dass die Menschen aus Ashraf und Camp Liberty in sichere Länder ausreisen können,
- europäische Länder dem Aufruf des UN-Generalsekretärs Folge leisten und die Aufnahme der iranischen Oppositionellen beschleunigen,
- die Blockademaßnahmen und Repressalien gegen die Exiliraner im Irak sofort beendet werden und freier Zugang zu medizinischer Versorgung, Familienangehörigen und Anwälten gewährleistet wird.

Die Menschenrechtsaktivisten in Genf fordern die UNO auf, für menschenwürdige Verhältnisse in Camp Liberty bei Bagdad zu sorgen:
- Sicherheitsgarantien für die Flüchtlinge in Camp Liberty, den Abzug aller bewaffneten Truppen und die Entfernung aller Überwachungsanlagen,
- Bewegungsfreiheit für die Bewohner von Camp Liberty, freien Zugang zu medizinischer Versorgung, zu Anwälten und Familienangehörigen,
- Herstellung von menschenwürdigen Verhältnissen in dem Lager, u. a. der Wasser- und Stromversorgung, sowie permanente Überwachung der Lage durch UNO-Mitarbeiter.

