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Amnesty International berichtet über unverhältnismäßige Gewalt der irakischen Streitkräfte bei der Erstürmung von Ashraf im April 2011. Dabei kamen 36 iranische Oppositionelle ums Leben.
Militärische Gewalt gegen iranische Oppositionelle in Ashraf im Irak
Im Amnesty Report 2012, der Ende Mai veröffentlicht wurde, geht die Menschenrechtsorganisation Amnesty International auch auf die Menschenrechtsverletzungen ein, die im Jahre 2011 an den in Ashraf im Irak lebenden iranischen Oppositionellen begangen wurden. Dazu heißt es im Amnesty Report 2012:
Camp Ashraf
Die irakischen Sicherheitskräfte verstärkten den Druck auf die Bewohner des Flüchtlingslagers Camp Ashraf und gingen gewaltsam gegen sie vor. Das 60 km nördlich von Bagdad gelegene Lager, das in Camp New Iraq umbenannt wurde, beherbergte noch immer ungefähr 3250 Exiliraner, die meisten von ihnen Angehörige und Unterstützer der oppositionellen iranischen Volksmudschaheddin. Am 8. April 2011 stürmten irakische Streitkräfte das Lager und gingen mit unverhältnismäßiger Gewalt und scharfer Munition gegen diejenigen vor, die sich ihnen in den Weg stellten. Bei dem Angriff kamen 36 Menschen ums Leben - 28 Männer und acht Frauen; mehr als 300 Personen wurden verletzt. Anschließend wurde den Verwundeten und anderen Schwerkranken, die das Lager verlassen wollten, um sich in fachärztliche Behandlung zu begeben, der Weg versperrt.
Hochrangige irakische Regierungsbeamte bestanden darauf, dass das Lager bis Ende 2011 geschlossen werden sollte. Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge (UNHCR) bat daraufhin um eine Verlängerung der Frist, um die Bewohner des Lagers, die sich als Flüchtlinge registrieren lassen wollten, befragen zu können. Ende 2011 willigte die irakische Regierung ein, das Lager erst im April 2012 zu schließen, vorausgesetzt, die Bewohner würden in das Camp Liberty in der Nähe des internationalen Flughafens von Bagdad umziehen.