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10. Juli 2017

Paris: Frauensolidarität gegen Extremismus, Terror und Gewalt

Solidarität mit den Frauen im Iran! Gemeinsam für Menschenrechte und Gleichberechtigung! Frauenrechtlerinnen rufen die Weltgemeinschaft auf, die Menschenrechtsverletzungen islamistischer Regimes und Terrorgruppen nicht zu dulden. Sie fordern ein entschlossenes Vorgehen gegen die von den Islamisten praktizierte Frauenfeindlichkeit.

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Eine Iran-Großveranstaltung, die am ersten Juli-Wochenende in Paris stattfand, bot zahlreichen Frauenrechtlerinnen ein wirksames Forum, um auf die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen, denen Frauen im Iran ausgesetzt sind. Es wurde zu Solidarität mit den Frauen aufgerufen, die im Iran wegen ihres Einsatzes für Frauenrechte verfolgt werden und in Haft sind.

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Die Veranstaltung in Paris setzte ein überzeugendes Zeichen für Menschenrechte und Gleichberechtigung und gegen Islamismus und Frauenfeindlichkeit.

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Vertreterinnen von Frauenrechtsbewegungen aus mehreren Ländern nahmen an der Kundgebung teil, darunter auch die bekannte indische Frauenrechtlerin Dr. Ranjana Kumari.

Menschenrechtsverletzungen und Gewalt gegen Frauen im Iran

Die Veranstaltung informierte über die Menschenrechtslage der Frauen unter der Diktatur im Iran. Die Frauen im Iran sind Opfer der Menschenrechtsverletzungen, die das dortige Regime gegen die ganze Bevölkerung ausübt. Darüber hinaus sind sie durch die islamistischen Gesetze Opfer einer systematischen Diskriminierung in allen Lebensbereichen, die zu täglicher Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen führt.

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Im Iran sind Frauen systematischen Ungleichheiten und Diskriminierungen ausgesetzt, sowohl nach dem Gesetz als auch in der Praxis. Die islamistischen Gesetze führen zu sexueller Gewalt und anderen gewaltsamen Übergriffen wie Früh- und Zwangsverheiratungen. Im Iran, wo Mädchen bereits mit 13 Jahren verheiratet werden können, ist die Frühehe an der Tagesordnung. Mit gerichtlicher Erlaubnis können sogar Mädchen im Alter von 9 Jahren verheiratet werden. Aufgrund des Schleierzwangs stehen Frauen immer im Visier von Polizei und paramilitärischen Kräften und sind Schikanen, Gewalt und Inhaftierungen ausgesetzt.

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Hinrichtungen, Folter und Vergewaltigungen in den Gefängnissen

Hinrichtungen von Frauen nehmen im Iran immer mehr zu. Unter dem Regime-Präsidenten Rohani wurden dort bereits über 75 Frauen hingerichtet. Zahllose Frauen sitzen in den Todestrakten der iranischen Gefängnisse ein.

Das islamistische Regime geht mit äußerster Gewalt gegen die Frauen vor, die gegen die Diktatur aufbegehren. Immer wieder werden Regimegegnerinnen, darunter Frauenrechtlerinnen, Rechtsanwältinnen, Journalistinnen und Studentinnen, zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Folter und sexuelle Gewalt sind in iranischen Gefängnissen an der Tagesordnung. Den Gefangenen wird systematisch der Kontakt zu ihren Familien und Anwälten sowie der Zugang zu medizinischer Versorgung verweigert.

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Internationale Solidarität gegen islamistische Frauenfeindlichkeit

In vielen Vorträgen ging es um die Gefahren, die der islamische Fundamentalismus für die Menschenrechte, die Gleichstellung der Frauen und die globale Sicherheit darstellt. Frauenrechtlerinnen riefen die Weltgemeinschaft dazu auf, die Menschenrechtsverletzungen islamistischer Regimes und Terrorgruppen nicht zu dulden. Sie forderten ein entschlossenes Vorgehen gegen die von den Islamisten praktizierte Frauenfeindlichkeit. Es wurde zu Solidarität mit den Frauen aufgerufen, die sich im Iran und in der arabischen Welt für Demokratie und Frauenrechte und gegen den Islamismus einsetzen.

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In Paris wurde auch dazu aufgerufen, die Bewegungen, die sich für Menschenrechte, Demokratie und einen toleranten Islam einsetzen, weltweit zu stärken, vor allem dadurch, dass Frauen in diesen Bewegungen Verantwortung und Führungspositionen übernehmen. Die Frauen der Welt sollten sich gemeinsam gegen Terror, Barbarei und Gewaltherrschaft stellen.

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mehr Informationen zur Iran-Großveranstaltung in Paris



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yade-80 Rama Yade, ehem. Staats-sekretärin für Menschenrechts-fragen im französischen Außenministerium


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