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18. Mai 2022

Wissenschaftler im Iran in Hinrichtungsgefahr: UNO fordert Hinrichtungsstopp

Das Teheraner Regime droht weiter mit der Hinrichtung des Wissenschaftlers Dr. Ahmadreza Djalali, der seit sechs Jahren im Iran als Geisel festgehalten wird. Eine internationale Menschenrechtskampagne setzt sich für seine Rettung und Freilassung ein.

Das UNO-Menschenrechtsbüro in Genf hat das Teheraner Regime am 17. Mai dringend aufgefordert, die drohende Hinrichtung des schwedisch-iranischen Mediziners Dr. Ahmadreza Djalali zu stoppen und sein Todesurteil aufzuheben.

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Die Sprecherin des UNO-Menschenrechtsbüros Liz Throssell (Bild) erklärte, dass der Wissenschaftler aufgrund eines durch Folter erzwungenen Geständnisses zum Tode verurteilt worden sei. Der Gerichtsprozess gegen ihn habe den internationalen rechtlichen Normen nicht entsprochen. Unter diesen Umständen würde seine Hinrichtung einer willkürlichen und gesetzwidrigen Tötung entsprechen.

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Hintergrund:

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Der international bekannte Wissenschaftler Ahmadreza Djalali (im Bild mit seiner Familie vor der Verhaftung) ist seit über sechs Jahren im Teheraner Evin-Gefängnis in Haft. Er ist einer der Iraner mit doppelter Staatsbürgerschaft, die vom Teheraner Regime als Geiseln festgehalten werden, um sie als Druckmittel gegen westliche Länder zu missbrauchen. Nun droht das Regime mit der unmittelbar bevorstehenden Hinrichtung von Ahmadreza Djalali.

Der Mediziner hielt sich aus beruflichen Gründen im Iran auf, als er am 26. April 2016 festgenommen wurde. Der 51-jährige Iraner, der auch schwedischer Staatsbürger ist und seit 2009 mit seiner Familie in Schweden lebte, war Forscher und Dozent für Katastrophenmedizin an europäischen Universitäten.

Im Oktober 2017 wurde Ahmadreza Djalali nach fadenscheinigen Anklagen im Iran zum Tode verurteilt. Seine Verhaftung und Verurteilung sind Vergeltungsmaßnahmen des Teheraner Regimes, weil der Mediziner sich geweigert hatte, in Europa für den iranischen Geheimdienst zu spionieren. Seit seiner Inhaftierung wird Ahmadreza Djalali immer wieder gefoltert, damit er Straftaten gesteht, die er nicht begangen hat.

Menschenrechtler setzen sich mit einer internationalen Kampagne für den Stopp der Hinrichtung von Ahmadreza Djalali ein. Auch die deutsche Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und der Weltärztebund fordern seine Freilassung.

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