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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Hilfe für Opfer von Menschenrechtsverletzungen im Iran
Der Menschenrechtsverein für Migranten e.V. ist ein eingetragener, als gemeinnützig anerkannter Verein. Er wurde in Aachen mit dem Ziel gegründet, sich für die Menschenrechte und die Rechte von Flüchtlingen und Verfolgten einzusetzen.

Wir sind überzeugt davon, dass für jeden Menschen das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person (Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte) gewährleistet werden muss.
Wir wenden uns gegen die Todesstrafe, weil wir überzeugt sind, dass sie dem wichtigsten Menschenrecht - dem Recht auf Leben - zuwiderläuft und die grausamste, unmenschlichste und erniedrigendste aller Strafen ist.
Wir sind überzeugt davon, dass die Gewährleistung der bürgerlichen Rechte wie Meinungs-, Versammlungs-, Religions- und Pressefreiheit für ein friedliches und menschenwürdiges Zusammenleben unabdingbar ist.

Wir treten für die Menschenrechte und den Schutz von Flüchtlingen ein und wenden uns gegen Zwangsabschiebungen oder Deportationen. Wir setzen uns für die Wahrung der in den Genfer Konventionen festgelegten Rechte ein.
Angesichts der Schwere der im Iran begangenen Menschenrechtsverletzungen und der Notlage von zahlreichen Flüchtlingen aus diesem Land konzentriert sich unsere Arbeit schwerpunktmäßig auf den Iran. Bei uns arbeiten engagierte Menschenrechtsverfechter aus Deutschland und dem Iran zusammen, um wirksame Hilfe für Opfer von Menschenrechtsverletzungen zu leisten.
Die aus dem Iran stammenden Mitglieder und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer unseres Vereins waren selbst Opfer von Verfolgung und Repression. Viele von ihnen haben wegen ihres Eintretens für die Menschenrechte im Iran Haft und Folter erlitten und haben durch die Hinrichtungen Familienangehörige oder Freunde verloren. Nachdem sie ihr Leben nur durch Flucht retten konnten, haben sie sich dafür entschieden, auch im Exil weiter für die Menschenrechte einzutreten.

Zu den Menschen, die an unserer Arbeit mitwirken, gehören Juristen und Menschenrechtler, Publizisten und Medienfachleute, Künstler und Musiker. Projektpartner, mit denen wir einen wertvollen Erfahrungsaustausch und eine gute Zusammenarbeit haben, sind andere Menschenrechtsorganisationen, Kirchen und Institutionen aus dem Bereich Bildung und Wissenschaft.
Uns alle verbindet, dass wir den Menschenrechten eine ganz besondere Wertschätzung entgegenbringen. Gemeinsam sind wir der Überzeugung, dass ein friedliches und menschenwürdiges Zusammenleben nur erreicht werden kann, wenn wir konsequent für die Menschenrechte eintreten.
Menschenrechtsarbeit: Hilfe für Verfolgte
Wir setzen uns gegen die Hinrichtungen, die Folter und andere Menschenrechtsverletzungen im Iran ein und bemühen uns mit Hilfskampagnen um die Rettung der Opfer. Wir tun dies in Abstimmung und Zusammenarbeit mit Rechtsanwälten und internationalen Menschenrechtsorganisationen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Opfer von Menschenrechtsverletzungen im Iran rechtliche Hilfe erhalten. Im Iran stehen wir in ständigem Kontakt mit Menschenrechtlern, Anwälten, Opfern von Verfolgung und Familienangehörigen von Gefangenen.

Unsere Arbeit wird wesentlich unterstützt durch die Aktivitäten von Menschenrechtlern im Iran. Sie liefern die Informationen, die nötig sind, um weltweit Kampagnen für die Rettung der Opfer zu starten. Anwälte, Journalisten, Frauenrechtlerinnen und viele andere sorgen im Iran dafür, dass das Schweigen gebrochen wird und Fälle international bekannt werden.
Öffentlichkeitsarbeit: Menschenrechtsverletzungen publik machen
Damit auf internationaler politischer Ebene und innerhalb der UNO wirksame Maßnahmen ergriffen werden können, müssen die Menschenrechtsverletzungen im Iran publik gemacht und die öffentliche Meinung dafür sensibilisiert werden. Wir tun dies in Deutschland und Europa auch gemeinsam mit Projektpartnern, darunter mit Menschenrechtsgruppen, Kirchen und Schulen. Zu unserer Öffentlichkeitsarbeit gehören u. a. Informationsveranstaltungen, Vorträge, Konferenzen, Ausstellungen, Filmvorführungen. Pressearbeit und Schulprojekte. Die Berichterstattung über Menschenrechtsverletzungen in den Medien ist wichtig, um den Druck auf das Teheraner Regime in Menschenrechtsfragen erhöhen zu können.

Druck auf internationaler politischer Ebene
Durch Dokumentations- und Aufklärungsarbeit, kontinuierliche Aufforderungen zur Intervention, Appelle und Petitionskampagnen arbeiten wir dafür, dass auf internationaler politischer Ebene Druck auf das Teheraner Regime ausgeübt wird. Wir wenden uns dabei an die Menschenrechtsbeauftragten von Regierungen, Parlamenten und der UNO, darunter an den Menschenrechtsbeauftragten der deutschen Bundesregierung, das Europäische Parlament und die Hohe Menschenrechtskommissarin der UNO in Genf.

Mit unserer Arbeit bewirken wir auf der Ebene der Politik und der Vereinten Nationen folgendes:
Durch konsequenten internationalen Druck wird dem Regime im Iran die freie Hand bei der Ausübung der Repression genommen. Das Regime wird gezwungen, den Menschenrechten Beachtung zu schenken, um in seinen internationalen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen nicht gänzlich in Verruf zu geraten und internationale Sanktionen zu vermeiden.
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