Menschenrechtsverein


Sprungmarken

Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Nein-zur-Todesstrafe-500
15. Januar 2024

Politische Gefangene im Iran: Vater und Sohn wegen Einsatz für Demokratie in Haft

Mit willkürlichen Verhaftungen, Gerichtsprozessen und Verurteilungen zu hohen Haftstrafen verschärft das iranische Regime die Repressalien gegen Regimegegner und ihre Familienangehörigen.

Younesi-300

Mir-Yousef Younesi und sein Sohn Ali Younesi sind zu Unrecht in Gefangenschaft, weil sie für Demokratie im Iran eintreten.

Die Teheraner Familie Younesi ist wegen ihres Einsatzes für Demokratie und Menschenrechte immer wieder Repressalien vonseiten des Regimes ausgesetzt. Anfang Januar wurde der 70-jährige Mir-Yousef Younesi von einem Regime-Gericht zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. In dem willkürlichen und unfairen Gerichtsprozess wurde eine Verteidigung des Angeklagten durch seinen Rechtsanwalt nicht zugelassen.

Mir-Yousef Younesi ist seit Ende Dezember 2022 im Teheraner Evin-Gefängnis in Haft. Er leidet an mehreren Krankheiten und wird gefoltert, indem ihm die dringend notwendige medizinische Hilfe verweigert wird. Sein Gesundheitszustand hat sich erheblich verschlechtert.

Sein Sohn, der Student Ali Younesi, ist seit April 2020 im Evin-Gefängnis in Gefangenschaft. Er wurde festgenommen, weil er an friedlichen Bürgerprotesten gegen das Regime teilgenommen hatte und Kontakte zu Familienangehörigen unterhielt, die in oppositionellen Gruppen aktiv sind. Nach seiner Verhaftung wurde der Student körperlich und seelisch gefoltert, um ihn zu zwingen, sich mit falschen Geständnissen selbst zu belasten.

Ende April 2022 hat ein Regime-Gericht in Teheran Ali Younesi zu 16 Jahren Haft verurteilt. Das Willkürurteil wurde nach einem grob unfairen Gerichtsprozess aufgrund von erfundenen Beschuldigungen gefällt. Die Machthaber im Iran wollen mit solchen Bestrafungen regimekritische Studierende einschüchtern und jegliche Proteste für Freiheit an iranischen Hochschulen im Keim ersticken.

Olympiade-2018

Bis zu seiner Verhaftung hat Ali Younesi Informatik und Physik an der Sharif-Universität für Technologie in Teheran studiert. Er gehört zu den hochbegabten Studenten, die in mehreren Wettbewerben ausgezeichnet wurden. 2018 gewann Ali Younesi mit dem iranischen Team die Goldmedaille der Internationalen Astrophysik-Olympiade.

Die Organisation Scholars at Risk (SAR) hat mehrfach die sofortige Freilassung von Ali Younesi gefordert. SAR ist ein internationales Netzwerk zum Schutz gefährdeter Wissenschaftler, dem mehr als 600 Universitäten und Hochschulen in 42 Ländern angehören. Auch Amnesty International hat sich mehrfach für seine Freilassung eingesetzt.

Mit willkürlichen Verhaftungen, Gerichtsprozessen und Verurteilungen zu hohen Haftstrafen verschärft das iranische Regime die Repressalien gegen Regimegegner und ihre Familienangehörigen. Eltern und Geschwister von Regimegegnern werden festgenommen und gefoltert, um Zwangsgeständnisse zu erreichen und die Bevölkerung einzuschüchtern. Unter den verhafteten Familienangehörigen sind viele ältere Menschen, die aufgrund ihres Alters und ihres Gesundheitszustandes gar nicht im Gefängnis sein dürften.

mehr zu den Menschenrechtsverletzungen im Iran



18. Februar 2024

Berlin: Großkundgebung für Freiheit und Menschenrechte im Iran

Internationale Kampagne gegen die Hinrichtungen im Iran: Aufruf an die Bunderegierung und die internationale Gemeinschaft, sich nachdrücklich für den Stopp der Hinrichtungen und die Abschaffung der Todesstrafe im Iran einzusetzen.

10. Februar 2024

EU-Parlament fordert den Stopp der Hinrichtungen im Iran

Erfolgreiche Menschenrechtskampagne: Das EU-Parlament verurteilt die Hinrichtungen friedlicher Demonstranten im Iran aufs Schärfste und fordert die EU erneut auf, die iranische Revolutionsgarde, das wichtigste Unterdrückungsorgan des Teheraner Regimes, als terroristische Organisation einzustufen.

07. Februar 2024

Iran: 19-jähriger Student im Gefängnis zu Tode gefoltert

In den Gefängnissen des Teheraner Regimes sterben immer wieder politische Häftlinge, nachdem sie brutaler Folter ausgesetzt waren. Diese Tötungen werden systematisch vertuscht. Familienangehörige der Opfer werden Repressalien ausgesetzt und eingeschüchtert.


Weitere Meldungen ..

Sprungmarken