Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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08. Juni 2018

Verfolgung der Religionsgemeinschaft der Bahai im Iran nimmt zu

Eine neue Verhaftungswelle hat zur Festnahme von zahlreichen Bahai in mehreren iranischen Provinzen geführt. Angehörige dieser religiösen Minderheit sind im Iran Opfer staatlicher Hetze, Diskriminierung und Verfolgung.

Die Vertretung der Internationalen Bahai-Gemeinde bei den Vereinten Nationen macht darauf aufmerksam, dass Angehörige der Religionsgemeinschaft der Bahai im Iran zunehmend Opfer von Verfolgungen und Verhaftungen werden.

Berichte sprechen von einer Verhaftungswelle, die zur Festnahme von zahlreichen Bahai in mehreren Provinzen, darunter Isfahan, Alborz and Razavi Khorasan, geführt habe. Es bestehe Grund zur Sorge über die Lage der Verhafteten und das Schicksal aller Angehörigen dieser Religionsgemeinschaft im Iran. In vielen Wohnungen von Bahai seien Razzien vorgenommen und religiöse Bücher und Schriften beschlagnahmt worden. Die Internationale Bahai-Gemeinde forderte die umgehende Freilassung der Verhafteten und das Ende der Verfolgung der Bahai im Iran.

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Unter den verhafteten Bahai sind Neda Sabeti, Nooshin Afshar und Foroogh Farzaneh, die am 6. Mai 2018 in der südwestiranischen Stadt Abadan festgenommen wurden.

Mit der zunehmenden Verfolgung der Religionsgemeinschaft der Bahai setzt sich das Teheraner Regime erneut über die internationalen Menschenrechtskonventionen hinweg. Die Bahai sind die größte nichtmuslimische religiöse Minderheit im Iran. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte beinhaltet die Meinungs-, Rede- und Religionsfreiheit als grundlegende Rechte, auf die jeder Mensch einen Anspruch hat. Im Iran jedoch sind religiöse Minderheiten schwersten Verletzungen ihrer Menschenrechte ausgesetzt.

Das islamistische Regime hat es darauf angelegt, alle Einflüsse, die seine Machtposition in Frage stellen könnten, zu unterdrücken. Angehörige der Religionsgemeinschaft der Bahai sind im Iran Opfer staatlicher Hetze, Diskriminierung und Verfolgung. Sie werden allein wegen ihres Glaubens mit der pauschalen Beschuldigung „Gefährdung der Staatssicherheit“ verhaftet, angeklagt und zu langen Haftstrafen verurteilt. Abiturienten mit Bahai-Glauben werden nicht zum Universitätsstudium zugelassen.

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