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01. Juli 2019

Protestaktion: Hungerstreik gegen unrechtmäßige Gefangenschaft im Iran

Die britische Staatsbürgerin Nazanin Zaghari-Ratcliffe wird seit über drei Jahren unter fadenscheinigen Vorwänden im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten. Weltweit fordern Menschenrechtler ihre sofortige Freilassung.

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Die britische Stiftungsmitarbeiterin Nazanin Zaghari-Ratcliffe, die seit über drei Jahren im Teheraner Evin-Gefängnis festgehalten wird, hat im Juni mit einem zweiwöchigen Hungerstreik gegen ihre unrechtmäßige Gefangenschaft protestiert. Ihr in London lebender Ehemann Richard Ratcliffe (Bild) hat sich dem Hungerstreik angeschlossen und mit einer zweiwöchigen Mahnwache vor der iranischen Botschaft um Unterstützung für die Menschenrechtskampagne für die Freilassung seiner Frau gebeten.

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Die Protestaktion fand international ein beachtliches Presseecho, wodurch der Fall Nazanin Zaghari-Ratcliffe erneut öffentliche Aufmerksamkeit erhielt. Menschen auf der ganzen Welt solidarisierten sich mit dem Protest. Über 100 britische Parlamentsabgeordnete sowie zahlreiche Menschenrechtler, Kirchenvertreter und Londoner Bürgerinnen und Bürger besuchten die Mahnwache und forderten die britische Regierung auf, sich endlich wirksam für die sofortige Freilassung der britischen Staatsbürgerin iranischer Herkunft einzusetzen.

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Kirchenvertreter fordern die Freilassung von Nazanin Zaghari-Ratcliffe

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Mehr als 100 Parlamentsabgeordnete, darunter der Labour-Vorsitzende Jeremy Corbyn, solidarisierten sich mit der Protestaktion.

Die 41-jährige Nazanin Zaghari-Ratcliffe arbeitete bis zu ihrer Verhaftung für die gemeinnützige Journalistenstiftung Thompson Reuters in London. Sie war mit ihrer Tochter Gabriella zu Besuch bei ihrer Familie in Teheran, als sie am 3. April 2016 festgenommen wurde. Seither ist sie in Haft. Die inzwischen fünfjährige Gabriella ist in der Obhut der Großeltern in Teheran und darf ihre Mutter nur im Gefängnis sehen. Auch von ihrem Vater ist Gabriella getrennt, da er nicht in den Iran einreisen darf.

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Nazanin Zaghari-Ratcliffe mit ihrer Tochter Gabriella im August 2018, als sie nach einer dreitägigen Haftunterbrechung ins Gefängnis zurückkehren musste.

Im September 2016 wurde Nazanin Zaghari-Ratcliffe aufgrund konstruierter Anklagen wegen angeblicher „Umsturzversuche“ im Iran zu fünf Jahren Haft verurteilt. Die Stiftungsmitarbeiterin war nie an politischen Aktivitäten im Iran beteiligt. Wie Iran-Experten bestätigen, nutzt das Regime in Teheran ihre Gefangenschaft als politisches Druckmittel - wie es auch bei anderen Gefangenen mit doppelter Staatsbürgerschaft der Fall ist.

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Auch die UN-Arbeitsgruppe zu willkürlichen Inhaftierungen hat bestätigt, dass die Gefangenschaft von Nazanin Zaghari-Ratcliffe im Iran unrechtmäßig ist. Somit verletzt das Teheraner Regime internationales Recht.

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Der britische Außenminister Jeremy Hunt hat bereits mehrfach die Freilassung von Zaghari-Ratcliffe gefordert und erklärt, das iranische Regime missbrauche die Gefangene als Faustpfand, um damit Zugeständnisse zu erpressen.

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