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Amnesty International: "Berichte, die uns aus dem Iran erreichen, legen nahe, dass sowohl männliche als auch weibliche Häftlinge gefoltert und auch vergewaltigt wurden, was in einigen Fällen zum Tod führte".
Der bei der Präsidentschaftswahl im Juni unterlegene Mirhossein Mussawi hat "hochrangige Funktionäre des Regimes" beschuldigt, Regierungsgegner in Haft vergewaltigt zu haben.

Er unterstützte damit am Dienstag Vorwürfe des reformorientierten Kandidaten Mehdi Karubi. Von denjenigen, die im Gefängnis missbraucht und vergewaltigt worden seien, habe die Justiz die Nennung von jeweils vier Zeugen verlangt, schrieb Mussawi nach Angaben einer reformorientierten Internetseite. Die Behörden hätten von den Gefangenen Stillschweigen verlangt. Es sei aber nicht möglich, die gefolterten Menschen mit Geld oder Gewalt zu beschwichtigen, so Mussawi.
Schon am Samstag hatte Amnesty International eine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe von Folter und Vergewaltigungen im Iran gefordert. "Die Vorwürfe, dass Demonstranten gegen das Wahlergebnis im Iran in der Haft gefoltert und vergewaltigt wurden, müssen dringend durch die iranischen Behörden untersucht werden", sagte Irene Khan, die Generalsekretärin von Amnesty International. Irene Khan rief Irans Obersten Führer Ali Khamenei auf, eine sofortige unabhängige Untersuchung der Vorwürfe einzuleiten und internationale Experten - darunter UN-Experten zu Folter und extralegalen Hinrichtungen - hinzuzuziehen.
"Berichte, die uns aus dem Iran erreichen, legen nahe, dass sowohl männliche als auch weibliche Häftlinge gefoltert und auch vergewaltigt wurden, was in einigen Fällen zum Tod führte", sagte Irene Khan. "Diese Misshandlungen scheinen zum Ziel zu haben, die Opfer aufs Extremste zu erniedrigen und zu entwürdigen. Wenn die Anschuldigungen begründet sind, müssen die Verantwortlichen unverzüglich vor Gericht gestellt werden."
Unterdessen häufen sich Berichte, nach denen eine Reihe von Häftlingen, die wegen ihrer Teilnahme an Protestdemonstrationen inhaftiert wurden, im Gefängnis zu Tode geprügelt wurden. Mohsen Rouhalamini, Sohn eines Mitarbeiters eines weiteren Präsidentschaftskandidaten, soll an Herzstillstand und Lungenblutungen gestorben sein, zwei Wochen, nachdem er am 9. Juli verhaftet wurde. Er soll im Kahrizak-Haftzentrum inhaftiert gewesen sein und dort schwere Gesichtsverletzungen erlitten haben.
nach Pressemeldungen
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