Menschenrechtsverein


Sprungmarken

Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Aktuelles-500
21. August 2009

Iran: Erneut Berichte über Folter und Vergewaltigungen von Gefangenen

Amnesty International: "Berichte, die uns aus dem Iran erreichen, legen nahe, dass sowohl männliche als auch weibliche Häftlinge gefoltert und auch vergewaltigt wurden, was in einigen Fällen zum Tod führte".

Der bei der Präsidentschaftswahl im Juni unterlegene Mirhossein Mussawi hat "hochrangige Funktionäre des Regimes" beschuldigt, Regierungsgegner in Haft vergewaltigt zu haben.

 

Teheran – 9. Juli 2009 – Demonstranten auf der Flucht vor Regimetruppen

 

Er unterstützte damit am Dienstag Vorwürfe des reformorientierten Kandidaten Mehdi Karubi. Von denjenigen, die im Gefängnis missbraucht und vergewaltigt worden seien, habe die Justiz die Nennung von jeweils vier Zeugen verlangt, schrieb Mussawi nach Angaben einer reformorientierten Internetseite. Die Behörden hätten von den Gefangenen Stillschweigen verlangt. Es sei aber nicht möglich, die gefolterten Menschen mit Geld oder Gewalt zu beschwichtigen, so Mussawi.

Schon am Samstag hatte Amnesty International eine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe von Folter und Vergewaltigungen im Iran gefordert. "Die Vorwürfe, dass Demonstranten gegen das Wahlergebnis im Iran in der Haft gefoltert und vergewaltigt wurden, müssen dringend durch die iranischen Behörden untersucht werden", sagte Irene Khan, die Generalsekretärin von Amnesty International. Irene Khan rief Irans Obersten Führer Ali Khamenei auf, eine sofortige unabhängige Untersuchung der Vorwürfe einzuleiten und internationale Experten - darunter UN-Experten zu Folter und extralegalen Hinrichtungen - hinzuzuziehen.

"Berichte, die uns aus dem Iran erreichen, legen nahe, dass sowohl männliche als auch weibliche Häftlinge gefoltert und auch vergewaltigt wurden, was in einigen Fällen zum Tod führte", sagte Irene Khan. "Diese Misshandlungen scheinen zum Ziel zu haben, die Opfer aufs Extremste zu erniedrigen und zu entwürdigen. Wenn die Anschuldigungen begründet sind, müssen die Verantwortlichen unverzüglich vor Gericht gestellt werden."

Unterdessen häufen sich Berichte, nach denen eine Reihe von Häftlingen, die wegen ihrer Teilnahme an Protestdemonstrationen inhaftiert wurden, im Gefängnis zu Tode geprügelt wurden. Mohsen Rouhalamini, Sohn eines Mitarbeiters eines weiteren Präsidentschaftskandidaten, soll an Herzstillstand und Lungenblutungen gestorben sein, zwei Wochen, nachdem er am 9. Juli verhaftet wurde. Er soll im Kahrizak-Haftzentrum inhaftiert gewesen sein und dort schwere Gesichtsverletzungen erlitten haben.

nach Pressemeldungen

mehr Informationen



24. April 2018

Iran: Erneute Regime-Gewalt gegen friedliche Bürgerproteste

Im Iran protestieren die Menschen weiter mit Großdemonstrationen gegen die Politik des Teheraner Regimes und die Unterdrückung. Regime-Gardisten gingen auch im April gewaltsam gegen die friedlichen Demonstranten vor. Hunderte Menschen wurden verhaftet. Menschenrechtler rufen die Weltgemeinschaft auf, sich für die Freilassung der Gefangenen einzusetzen und das Recht der iranischen Bevölkerung auf Versammlungs-, Meinungs- und Redefreiheit zu verteidigen.

22. April 2018

Menschenrechtsarbeit hat Erfolg: Unrechtmäßig inhaftierter Lehrer im Iran freigelassen

Im Iran und weltweit haben sich Menschenrechtler und Lehrer für die Freilassung des Lehrers Mohammad Habibi eingesetzt, der allein wegen seines Engagements für soziale Gerechtigkeit inhaftiert war.

20. April 2018

Amnesty-Bericht 2017: Über die Hälfte der weltweit erfassten Hinrichtungen fand im Iran statt

Das Teheraner Regime stellt sich dem weltweiten Trend zur Abschaffung der Todesstrafe weiter entgegen. Unter den Hinrichtungsopfern im Iran waren auch Minderjährige.


Weitere Meldungen ..

Sprungmarken