Menschenrechtsverein


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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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Gewalt gegen Frauen stoppen!

Frauen im Iran: Mutig gegen Unrecht und Unterdrückung

Frauenwiderstand gegen die islamistische Diktatur

Aufruf zu Solidarität mit den Frauen im Iran

Seit der Machtübernahme der islamistischen Diktatur im Iran haben sich die Frauen gegen das Unrecht und die Unterdrückung aufgelehnt. Tausende Iranerinnen haben ihr Eintreten für Demokratie und Menschenrechte mit dem Leben bezahlt.

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Eine Studentin auf dem Campus der Teheraner Universität: „Wir dulden kein Unrecht!“

Der Widerstand der Frauen gegen die Diktatur ist ungebrochen. Dies zeigte sich auch bei den landesweiten Bürgerprotesten im Dezember 2017 und Januar 2018. Bei allen Protesten für Freiheit und Demokratie stehen Frauen mutig in vorderster Reihe, obwohl sie brutalste Gewalt vonseiten der Regimetruppen erwartet.

Frauen spielen eine führende Rolle in den Bewegungen, die sich für Demokratie und Menschenrechte im Iran einsetzen. Sie verbinden diesen Einsatz mit ihrem Kampf für Gleichberechtigung und gegen die frauenfeindlichen Gesetze der Islamisten.

Mutiger Einsatz für Menschenrechte

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Golrokh Ebrahimi

Die Autorin Golrokh Ebrahimi (im Bild Mitte) ist Todesstrafen-Gegnerin, wendet sich gegen die grauenvolle Praxis der Steinigungen und hat sich für die Freilassung von politischen Gefangenen eingesetzt. Dafür wurde sie zu sechs Jahren Haft verurteilt. Sie ist im Teheraner Evin-Gefängnis in Haft.

Atena Daemi

Die Menschenrechtsverteidigerin Atena Daemi (rechts im Bild oben) setzt sich gegen Hinrichtungen und für die Rechte von Kindern und Jugendlichen ein. Dafür wurde sie zu sieben Jahren Haft verurteilt. Seit November 2016 ist sie im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert.

Atena Daemi: „Die Grausamkeit und Ungerechtigkeit, die ich hier erlebe, kann mich nicht zum Schweigen bringen. Außerhalb des Gefängnisses gibt es tausende Atena Daemis, die ihre Stimme gegen das Unrecht erheben werden.“

Maryam Akbari Monfared

Maryam Akbari Monfared (links im Bild oben) fordert eine offizielle Untersuchung der Massenhinrichtungen von politischen Gefangenen im Iran. Sie verlangt Gerechtigkeit für die Opfer und die Bestrafung der verantwortlichen Regime-Führer. Im Sommer 1988 waren ihre Geschwister unter den Hingerichteten.

Die Bürgerrechtlerin und Todesstrafen-Gegnerin ist seit über acht Jahren im Teheraner Evin-Gefängnis in Haft. Sie wurde zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt. Als Vergeltungsmaßnahme für ihre Veröffentlichungen und Proteste wird ihr die notwendige medizinische Versorgung verweigert. Es wurden ihr auch drei zusätzliche Jahre Haft und die Verbannung in ein weit entferntes Gefängnis angedroht.

Mutiger Protest gegen den Schleierzwang

Die Proteste von Frauen gegen den Schleierzwang im Iran nehmen zu. Seit Anfang 2018 zeigen immer mehr Frauen ihre Auflehnung öffentlich, indem sie ihr Kopftuch abnehmen und als Protestfahne schwenken. Die Frauen riskieren dabei, dass sie ins Visier von Polizei und paramilitärischen Milizen geraten und Schikanen, Gewalt und Inhaftierungen ausgesetzt werden. Die Regime-Justiz hat bereits angekündigt, dass sie hart gegen die wachsende Zahl der "Anti-Kopftuch-Demonstrantinnen" durchgreifen wird.

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Die Aktivistin Narges Hosseini kurz vor ihrer Festnahme. Sie wurde im Januar 2018 in einem Gefängnis südlich von Teheran eingesperrt. Ende Januar 2018 wurden allein in Teheran 30 Frauen wegen ihres Protestes gegen den Schleierzwang festgenommen.

Im Iran ist gesetzlich vorgeschrieben, dass alle Frauen und Mädchen ab neun Jahren in der Öffentlichkeit ein Kopftuch sowie lange, weite Kleidung tragen müssen, um Haare und Körperkonturen zu verbergen. Der gesetzliche Schleierzwang verletzt die Rechte der Frauen auf Gleichheit, Privatsphäre, Meinungs-, Glaubens- und Religionsfreiheit.

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Solidarisch mit den Frauen im Iran: Exiliranerinnen in Paris

Menschenrechtsverletzungen und Gewalt gegen Frauen stoppen!

Frauen im Iran: Opfer von schwersten Menschenrechtsverletzungen, religiösem Fanatismus und Gewalt

Die Frauen im Iran sind Opfer der Menschenrechtsverletzungen, die die Teheraner Diktatur gegen die ganze Bevölkerung ausübt. Darüber hinaus sind sie durch die islamistischen Gesetze Opfer einer systematischen Diskriminierung in allen Lebensbereichen, die zu täglicher Unterdrückung und Gewalt gegen Frauen führt.

Hinrichtungen, Folter und Vergewaltigungen in den Gefängnissen

Hinrichtungen von Frauen nehmen im Iran immer mehr zu. Unter dem Regime-Präsidenten Rohani wurden dort Dutzende Frauen hingerichtet. Zahllose Frauen sitzen in den Todestrakten der iranischen Gefängnisse ein.

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Das Regime im Iran geht mit äußerster Gewalt gegen die Frauen vor, die sich gegen die Diktatur auflehnen. Initiativen, die sich für Frauenrechte einsetzen, werden kriminalisiert, Frauenrechtsaktivistinnen werden verhaftet.

Zahlreiche Rechtsanwältinnen, Journalistinnen und Studentinnen wurden wegen ihres Eintretens für Frauenrechte zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Folter und sexuelle Gewalt sind in iranischen Gefängnissen an der Tagesordnung.

Frauenfeindliche Diskriminierung

Frauen und Mädchen trifft die ganze Härte der zutiefst frauenfeindlichen Gesetze im Iran. Sie haben per Gesetz nicht die gleichen Rechte wie die Männer und werden vor Gericht nicht gleichbehandelt, besonders bei Scheidungen, auf dem Arbeitsmarkt, in Erbschaftsangelegenheiten, hinsichtlich politischer Ämter und bei der Anwendung des Strafrechts. Mädchen sind schon ab neun Jahren strafmündig, Jungen erst ab fünfzehn.

Die islamistischen Gesetze im Iran fördern Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Früh- und Zwangsverheiratungen von minderjährigen Mädchen nehmen zu. Frauen, die Opfer häuslicher Gewalt werden, werden ausgegrenzt und unter Druck gesetzt, sich mit den Tätern zu "versöhnen" und gewalttätige Beziehungen nicht zu beenden.

Säureattacken nach fanatischen Hetzkampagnen gegen Frauen

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Hetzkampagnen von Funktionären des Regimes gegen Frauen, die sich dem Schleierzwang nicht beugen, führen immer wieder zu Säureattacken gegen Frauen. In den staatlichen Medien werden diese Vorfälle verschwiegen oder verharmlost, und religiöse Fanatiker erklären, die Opfer selbst seien an den Attacken Schuld.

Grausame Bestrafungen

Die Iranerin Leila Bayat wurde im September 2017 in Teheran mit 80 Peitschenhieben bestraft. Die 36-Jährige hatte sich in Norwegen um Asyl bemüht. Sie wurde jedoch im März 2017 von Norwegen in den Iran abgeschoben, nachdem sie acht Jahre lang in dem skandinavischen Land gelebt hatte.

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Bilder von Leila Bayat nach der Auspeitschung: Auf dem Rücken sieht man die blutigen Striemen. Die Bilder haben in den sozialen Netzwerken für Empörung und Proteste gesorgt.

Repressalien und Haftstrafen gegen Menschenrechtsverteidigerinnen

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Die Journalistin und Menschenrechtsverteidigerin Narges Mohammadi (links im Bild bei einer Protestaktion vor dem Teheraner Evin-Gefängnis) wurde wegen ihres Einsatzes für die Menschenrechte und gegen die Todesstrafe zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Sie ist seit Mai 2015 in Haft.

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Shahnaz Akmali (Bild) gehört zu den iranischen Müttern, deren Kinder in der Haft oder bei Bürgerprotesten von Regimetruppen getötet wurden. Sie fordern Aufklärung, Gerechtigkeit für die Opfer und die Freilassung aller politischen Gefangenen. Das Regime verfolgt die Mütter mit Einschüchterungen, Repressalien und Verhaftungen.

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Die Studentinnen Yasmin Mahboobi, Negin Arameshi, Soha Morezaii und Sepideh Farhan, die sich für Frauenrechte einsetzen, wurden Anfang Januar 2018 bei Studentenprotesten in der Teheraner Universität festgenommen. Im ganzen Iran wurden im Dezember 2017 und Januar 2018 hunderte Frauen in Gefängnisse gesperrt, weil sie an den Bürgerprotesten für Freiheit mitgewirkt haben.

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Die Frauen im Iran brauchen unsere Solidarität!

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