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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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04. Juni 2019

Erfolgreiche Menschenrechtsarbeit: Frauenrechtlerin im Iran freigelassen

Die iranische Frauenrechtlerin Vida Movahedi, die durch ihren öffentlichen Protest gegen den Schleierzwang weltweit bekannt wurde, ist frei! Für ihre Freilassung hatten sich im Iran und weltweit zahlreiche Menschenrechtsgruppen und Frauenrechtsaktivistinnen eingesetzt.

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Vida Movahedi bei ihrem Protest in Teheran im Dezember 2017

Durch eine internationale Protestkampagne und den Einsatz von Menschenrechtsverteidigern wurde die Freilassung der iranischen Frauenrechtlerin Vida Movahedi erreicht. Sie wurde am 26. Mai aus dem Shahr-e-Rey-Frauengefängnis im Süden Teherans freigelassen.

Vida Movahedi war in Teheran zu einem Jahr Haft verurteilt worden, weil sie Ende Dezember 2017 ihre Auflehnung gegen den Schleierzwang öffentlich gezeigt hatte. Die 32-jährige Frau hatte sich auf der Teheraner Enghelab-Straße auf einen Verteiler-Kasten gestellt und ihr Kopftuch abgenommen, das sie als Protestfahne hochhielt. Die Bilder ihres Protests sorgten weltweit für Aufmerksamkeit und inspirierten viele Iranerinnen zu ähnlichen Protestaktionen.

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Vida Movahedi mit ihrer Tochter, die nun zwei Jahre alt ist.

Vida Movahedi wurde im Januar 2018 wegen ihres Protestes mehrere Tage lang inhaftiert und dann gegen Zahlung einer Kaution vorläufig freigelassen. Ende Oktober 2018 wurde sie nach einem weiteren öffentlichen Protest gegen den Schleierzwang im Shahr-e-Rey-Frauengefängnis inhaftiert und angeklagt. Das Shahr-e-Rey-Frauengefängnis ist berüchtigt für besonders unmenschliche Haftbedingungen.

Die Regime-Justiz im Iran wirft Frauen, die gegen den Schleierzwang protestieren, „unsittliches Verhalten in der Öffentlichkeit, Störung der öffentlichen Ordnung und Ermutigung zu Unsittlichkeit und Prostitution“ vor. Im März 2019 wurde Vida Movahedi zu einem Jahr Gefängnis verurteilt.

Die Inhaftierung und Verurteilung der Frauenrechtlerin hat im Iran und international einen Proteststurm ausgelöst, der neben anwaltlichen Bemühungen wesentlich zu ihrer Freilassung beigetragen hat.

Unter dem Teheraner Regime wird der Zwang zur Bedeckung des Haares von Frauen und Mädchen auf gewaltsame Weise mit Festnahmen und Bestrafungen durchgesetzt. Dennoch nehmen die Proteste gegen den Schleierzwang und für Frauenrechte im Iran zu. Immer mehr Frauen zeigen ihre Auflehnung öffentlich, indem sie ihr Kopftuch abnehmen. Sie nehmen dabei ein hohes persönliches Risiko in Kauf.

Öffentlicher Druck ist das wirksamste Mittel, um Menschen vor Verfolgung zu schützen. Durch internationale Proteste und beharrliche Menschenrechtsarbeit gelingt es auch im Iran immer wieder, die Freilassung von unrechtmäßig inhaftierten Gefangenen zu erreichen. Für Ihre Unterstützung dabei bedanken wir uns herzlich!

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