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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Internationales
25. Oktober 2017

UN-Experten fordern sofortige Freilassung von Nazanin Zaghari-Ratcliffe im Iran

Asma Jahangir, die UN-Sonderberichterstatterin für die Menschenrechtslage im Iran, und José Antonio Guevara Bermúdez, Vorsitzender der UN-Arbeitsgruppe zu willkürlichen Inhaftierungen, erklärten, sie seien überzeugt davon, dass die britische Stiftungsmitarbeiterin Nazanin Zaghari-Ratcliffe im Iran willkürlich ihrer Freiheit beraubt wurde.

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Nazanin Zaghari-Ratcliffe ist seit über 18 Monaten im Iran in Haft. Ihre Tochter Gabriella, die nun drei Jahre alt ist, darf sie nur im Gefängnis sehen.

Zwei Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen haben das Regime im Iran aufgefordert, die in Teheran inhaftierte britische Stiftungsmitarbeiterin Nazanin Zaghari-Ratcliffe sofort freizulassen. Sie äußerten sich tief besorgt über den Gesundheitszustand der britischen Staatsbürgerin iranischer Herkunft, die kürzlich mit neuen Anklagen konfrontiert wurde. Nazanin Zaghari-Ratcliffe wurde bereits im September 2016 in Teheran zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Die neuen Anklagen können nun zu einer Verurteilung zu weiteren 16 Jahren Haft führen.

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Asma Jahangir, die UN-Sonderberichterstatterin für die Menschenrechtslage im Iran, und José Antonio Guevara Bermúdez, Vorsitzender der UN-Arbeitsgruppe zu willkürlichen Inhaftierungen, erklärten, sie seien überzeugt davon, dass Nazanin Zaghari-Ratcliffe willkürlich ihrer Freiheit beraubt wurde und dass ihr Recht auf ein faires Verfahren vor einem unabhängigen Gericht verletzt wurde. Der Iran habe damit seine internationalen Menschenrechtsverpflichtungen auf schwerste Weise verletzt.

Berichten zufolge musste Nazanin Zaghari-Ratcliffe am 8. Oktober ohne anwaltlichen Beistand vor einem Revolutionsgericht erscheinen und erlitt angesichts der neuen Anklagen einen Nervenzusammenbruch. Ihr körperlicher und seelischer Gesundheitszustand ist durch ihre unrechtmäßige Haft bereits angeschlagen und hat sich nun noch weiter verschlechtert.

Die UN-Experten äußerten sich auch besorgt darüber, dass der Antrag der Gefangenen auf Hafturlaub, der ihr rechtlich zustehen würde, abgewiesen wurde, und dass ihre Familie angesichts der neuen Anklagen eine Kaution hinterlegen musste, damit Nazanin Zaghari-Ratcliffe nicht wieder in Einzelhaft gesperrt wird.

Die UN-Arbeitsgruppe zu willkürlichen Inhaftierungen, die sich mit Fällen befasst, in denen Menschen ohne rechtliche Grundlage und unrechtmäßig in Haft genommen werden, hatte schon im August 2016 die Freilassung der britischen Stiftungsmitarbeiterin gefordert.

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