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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Internationales
12. Februar 2018

Weltweite Trauer um die namhafte Menschenrechtsanwältin Asma Jahangir

Die pakistanische Rechtsanwältin Asma Jahangir war weltweit eine der mutigsten und engagiertesten Vorkämpferinnen für die Menschenrechte. In Pakistan setzte sie sich über Jahrzehnte für die Rechte von Frauen, Minderheiten und Kindern ein. Immer wieder wurde sie inhaftiert und mit dem Tode bedroht. Am Sonntag ist Asma Jahangir an Herzversagen gestorben.

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Mit Bestürzung und Trauer wurde weltweit der Tod der namhaften Menschenrechtsverteidigerin Asma Jahangir (Bild) aufgenommen. Die pakistanische Rechtsanwältin starb am 11. Febraur mit 66 Jahren in ihrer Heimatstat Lahore an Herzversagen.

Asma Jahangir war im September 2016 vom UN-Menschenrechtsrat zur Sonderberichterstatterin für die Menschenrechtslage im Iran ernannt worden. Seither hatte sie sich mit großem Mut und unermüdlichem Engagement für die Verbesserung der Menschenrechtslage im Iran eingesetzt.

Wegen ihres Engagements wurde Asma Jahangir mit mehreren bedeutenden internationalen Menschenrechtspreisen ausgezeichnet. So wurde sie 2014 mit dem Alternativen Nobelpreis der schwedischen Right-Livelihood-Award-Stiftung geehrt. Von 1998 bis 2004 war sie UN-Sonderberichterstatterin zu Hinrichtungen und von 2004 bis 2010 für Religions- oder Glaubensfreiheit.

Im Jahre 2010 wurde Asma Jahangir als erste Frau zur Präsidentin der Anwaltskammer beim Obersten Gerichtshof von Pakistan gewählt.  Die von ihr 1987 in Pakistan ins Leben gerufene Menschenrechtskommission, der sie bis 1993 vorstand, verteidigte religiöse Minderheiten und wegen Gotteslästerung angeklagte Menschen. Die Kommission prangerte außerdem Gewalt gegen Frauen, Zwangsarbeit und Schuldknechtschaft an.

Als Verfechterin einer demokratischen Staatsordnung in Pakistan wurde Asma Jahangir im Laufe ihres Lebens vielfach bedroht und zahlreiche Male inhaftiert, insbesondere während der Militärdiktaturen. Als Mitbegründerin der Anwältebewegung gegen den damaligen Militär- und Regierungschef Pervez Musharraf wurde sie 2007 drei Monate lang unter Hausarrest gestellt.

Immer wieder erhielt sie Todesdrohungen, erlebte Gewalt und mysteriöse Hauseinbrüche. Zwei Anschläge auf sich und ihre Familie hat die Menschenrechtsverteidigerin überlebt. Der Oberste Richter Pakistans, Mian Saqib Nisar, würdigte die Anwältin als "tapfere Frau, die kein Blatt vor den Mund nahm".

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Weltweit bekundeten Menschen in sozialen Medien ihre Bestürzung angesichts des Todes von Asma Jahangir. Darunter die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai. Sie schrieb im Internetdienst Twitter, die beste Möglichkeit, Jahangir zu ehren, sei "ihren Kampf für Menschenrechte und Demokratie fortzusetzen".

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