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Mansoor Hadjian erlag zwei Monate nach dem Massaker seinen Verletzungen, weil seine Behandlung durch Blockademaßnahmen und Repressalien der irakischen Truppen verzögert und behindert wurde.
Das am 8. April 2011 von irakischen Truppen in der Siedlung Ashraf im Irak angerichtete Blutbad forderte insgesamt 36 Todesopfer - darunter acht Frauen - unter den dort lebenden iranischen Oppositionellen. Die meisten starben an Schussverletzungen oder Verwundungen durch Granatsplitter. 22 Bewohner von Ashraf wurden bei dem Angriff von gepanzerten Militärfahrzeugen überfahren, vier von ihnen zu Tode gequetscht. Einige der Schwerverletzten hätten gerettet werden können, wenn die irakischen Truppen die medizinische Hilfe nicht vorsätzlich behindert hätten.
Bei dem Massaker wurden 346 Menschen verletzt. Von ihnen erlitten 225 Schussverletzungen oder Verwundungen durch Granatsplitter. Sie konnten in Ashraf nicht ausreichend behandelt werden, weil die Versorgung des Lagers mit Medikamenten und medizinischem Gerät seit zwei Jahren von den irakischen Truppen behindert wurde.
Die Siedlung Ashraf wurde nach dem Massaker von den Truppen abgeriegelt. Internationale Ärzteteams wurden nicht in das Lager gelassen. Die irakischen Truppen ließen nicht zu, dass die Verletzten in Krankenhäuser mit ausreichenden Behandlungsmöglichkeiten verlegt wurden. Nur wenige Verwundete konnten in öffentliche Krankenhäuser gebracht werden. Sieben der Schwerverletzten konnten in das nahe gelegene US-Militärkrankenhaus evakuiert werden.
Durch die Unterlassung oder Behinderung der medizinischen Hilfe haben mehrere Verwundete bleibende gesundheitliche Schäden erlitten.
Fotodokumentation: Verletzte in Ashraf nach dem Massaker am 08. April 2011:


