Menschenrechtsverein


Sprungmarken

Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
Nein-zur-Todesstrafe
19. September 2018

Internationaler Abscheu über Hinrichtung von politischen Gefangenen im Iran

Die Hinrichtung von drei politischen Gefangenen im Iran wurde international als willkürliche Tötung durch den iranischen Staat und politischer Mord verurteilt. Amnesty International: "Die Verantwortlichen im Iran haben mit diesen Hinrichtungen erneut ihre schamlose Missachtung des Rechts auf Leben demonstriert."

Hinrichtung-400

Die Hinrichtung von drei politischen Gefangenen durch das Teheraner Regime wurde im Iran und international mit Abscheu und Empörung aufgenommen. Ramin Hossein Panahi und die Cousins Loghman und Zanyar Moradi (Bild), die der kurdischen Minderheit im Iran angehörten, wurden am 8. September 2018 im Rajai-Shahr-Gefängnis der Stadt Karaj unweit von Teheran hingerichtet.

Damit setzte sich das Regime im Iran über alle Appelle von Menschenrechtsorganisationen und die Forderung der Vereinten Nationen, die Todesurteile aufzuheben, hinweg. Mehrfach hatten Menschenrechtsexperten, darunter der UN-Sonderbeauftragte für die Menschenrechtslage im Iran, Javaid Rehman, und die UN-Sonderbeauftragte für außergerichtliche und willkürliche Hinrichtungen, Agnes Callamard, den Stopp der Hinrichtungen gefordert. Sie hatten darauf hingewiesen, dass die Gerichtsprozesse gegen die drei Gefangenen weder fair noch rechtsstaatlich waren und dass sie keinen Zugang zu unabhängigen Rechtsanwälten hatten. Die politischen Gefangenen seien in der Haft mehrfach gefoltert worden, damit sie sich mit falschen Geständnissen selbst belasten.

Amnesty International bezeichnete die Hinrichtungen als Gräueltat. Philip Luther, Nahost-Experte bei Amnesty, erklärte, die Organisation sei entsetzt darüber, dass die drei Gefangenen trotz zahlreicher internationaler Proteste hingerichtet wurden. Die Verantwortlichen im Iran hätten mit diesen Hinrichtungen erneut ihre schamlose Missachtung des Rechts auf Leben demonstriert.

Michelle-Bachelet-300

Die kürzlich ernannte UN-Menschenrechtskommissarin, die ehemalige chilenische Staatspräsidenten Michelle Bachelet (Bild), erklärte am 10. September in ihrer Ansprache zur Eröffnung der aktuellen Tagung des UN-Menschenrechtsrats: „Ich bedaure die Hinrichtungen von drei iranisch-kurdischen Gefangenen zutiefst. Sie erfolgte, obwohl UN-Experten ernste Besorgnisse vorgebracht hatten, dass die Gefangenen keine fairen Gerichtsverfahren hatten und gefoltert wurden. Die jüngsten Verhaftungen und Misshandlungen von Menschenrechtsverteidigern und Rechtsanwälten im Iran sind bedauerlich. Alle, die inhaftiert wurden, weil sie ihre Rechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit friedlich wahrgenommen haben, sollten freigelassen werden.“

callamard-300

Agnes Callamard (Bild), die UN-Sonderbeauftragte für außergerichtliche und willkürliche Hinrichtungen, schrieb nach den Exekutionen im Iran auf Twitter: „Es gibt keine Worte, die stark genug sind, um dies zu verurteilen. Die Hinrichtung von Ramin Hossein Panahi kommt einer willkürlichen Tötung durch den iranischen Staat gleich. Angesichts der Identität des Opfers ist es auch ein politischer Mord. Abscheulich!“

Auch der ehemalige UN-Sonderbeauftragte für die Menschenrechtslage im Iran, Ahmed Shaheed, verurteilte die Hinrichtungen auf Twitter und bezeichnete sie als politisch motiviert. Das Regime im Iran müsse für die willkürlichen Hinrichtungen zur Rechenschaft gezogen werden.

mehr Informationen



Spendenaufruf-80 Iran: Menschenrechte verteidigen! Hinrichtungen stoppen! zum Spendenaufruf

salas-80 Grausame Hinrichtung im Iran international verurteilt weiterlesen

Zeinab-80-2 Todesstrafe gegen Minderjährige: Junge Frau im Iran hingerichtet weiterlesen

Nein zur Todesstrafe Welttag gegen die Todesstrafe 2018: Schluss mit den Hinrichtungen im Iran! weiterlesen

un-Antonio-Guterres-80 UNO-Generalsekretär: Hinrichtungen von Minderjährigen im Iran stoppen! weiterlesen

wma-80 Weltärztebund verurteilt Hinrichtung von Minderjährigen im Iran weiterlesen

Michelle-Bachelet-80 UN-Menschenrechts-kommissarin verurteilt Hinrichtung im Iran weiterlesen

Ahmadreza-Djalali-80 Iran: Inhaftierter Wissenschaftler in Lebensgefahr weiterlesen

Menschenrechte 80 Menschenrechts-beauftragte der Bundesregierung fordert Ende der Hinrichtungspraxis im Iran weiterlesen


Sprungmarken