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Menschenrechtsverein für Migranten e.V.
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14. Januar 2015

Weltverfolgungsindex 2015: Christenverfolgung im Iran nimmt zu

Christliches Hilfswerk Open Doors: Das Teheraner Regime gehört zu den 10 schlimmsten Christenverfolgern der Welt.

Christenverfolgung

Laut dem im Januar veröffentlichten Weltverfolgungsindex 2015 des christlichen Hilfswerks Open Doors hat die Christenverfolgung im Iran weiter zugenommen. In dem jährlich erscheinenden Index sind die Staaten aufgeführt, wo die Christen am schlimmsten verfolgt werden. Für den Index werden die Lebensumstände von Christen in Zusammenarbeit mit Menschenrechtsexperten, Wissenschaftlern und Betroffenen beurteilt.

Der Iran, der in dem Index 2014 noch an 9. Stelle notiert wurde, ist auf Platz 7 vorgerückt, was die Verschlechterung der Lage der dortigen Christen widerspiegelt. Anders als in Ländern wie Syrien oder Nigeria geht die Verfolgung hier jedoch vom Regime selbst aus. Unter der Führung von Präsident Rouhani werden häufiger als zuvor Freiheitsstrafen verhängt oder schwerwiegende Anklagen gegen Christen erhoben. Die schnell wachsende Gruppe ehemaliger Muslime, die zum christlichen Glauben konvertiert sind, ist hierbei in besonderem Maß betroffen.

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Nach Schätzungen von Open Doors sind weltweit rund 100 Millionen Christen wegen ihres Glaubens Repressalien ausgesetzt. Seit 2002 hält Nordkorea die unrühmliche Spitzenposition auf dem Weltverfolgungsindex und ist auch 2015 der Staat, der Christen am härtesten verfolgt und unterdrückt. In dem Ranking folgt Somalia auf dem zweiten Platz. Im Irak (3.) und in Syrien (4.) litten Christen besonders unter der Herrschaft der Terrormiliz "Islamischer Staat", hieß es. In 40 der 50 Länder auf dem Index ist der islamische Extremismus eine oder die maßgebliche Triebkraft für die Verfolgung.

Die Gräueltaten der Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) im Irak und in Syrien schockierten die Weltöffentlichkeit 2014. Das relativ große Maß an Freiheit für syrische Christen in der Zeit vor dem Bürgerkrieg hat durch den Terror des IS ein Allzeittief erreicht. Die meisten Christen sind aus den vom IS kontrollierten Gebieten geflohen. Von den 1,8 Millionen Christen aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg leben nur noch 1,1 Millionen in Syrien, viele davon als Flüchtlinge im eigenen Land.

Auch in Teilen des Irak hat der IS Christen wie Jesiden, Schiiten und Angehörige anderer Minderheiten aus ihren Häusern und der Region vertrieben und viele grausam ermordet oder versklavt. Aus der Ninive-Ebene und der Stadt Mossul, die vom IS kontrolliert werden, ist die gesamte christliche Gemeinschaft praktisch verschwunden.

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